Der Fall Max Mustermann

 

 

Inhalt

In einer nicht näher definierten Zeit ist die Individualität abgeschafft worden. Nicht nur im Verhalten, sondern auch optisch entspricht jeder Mensch einer vorgeschriebenen Norm. Bei einer Grenzkontrolle gerät ausgerechnet Max Mustermann ins Visier der Staatsmacht. Ist er wirklich derjenige, für den er sich ausgibt, oder hat er etwas zu verbergen? In einem Verhör versucht man, ihm sein Geheimnis zu entlocken.

 

Technische Daten

Länge: 9:59 min

Originalformat: Digital 4k (Red One)

Ton: 5.1 und Stereo

Seitenverhältnis: 1:2,35

 

Regiekommentar

„Der Fall Max Mustermann“ behandelt die Themen „Identität“ und „Individualität“. Um von einer genormten Gesellschaft akzeptiert zu werden, leugnet ein Mann seine Individualität. Er wird allerdings überführt und der dafür vorgesehenen Bestimmung zugeführt. Natürlich legt der Film Vergleiche mit totalitären Systemen nahe. Aber mir geht es ebenfalls um die andere Perspektive: dass viele Menschen sich selbst verleugnen, um Widerständen zu entgehen. Nicht nur unter dem im Film dargestellten Druck, sondern auch tagtäglich im Kleinen in unserer demokratischen Gesellschaft.

Ich wollte einen Film drehen, der dem Zuschauer nicht genau vorgibt, wie er verstanden werden will. Das ist mir bei diesem Thema wichtig, auch auf die Gefahr von Irritationen hin.

Der Film entstand auf dem Gelände der Gedenkstätte Marienborn, dem ehemals größten innerdeutschen Grenzübergang. 20 Jahre nach der Wiedervereinigung wurde die Anlage extra für die Dreharbeiten noch einmal in Betrieb genommen. Es fiel nicht schwer, sich vorzustellen, welche Ängste hier Menschen ausgestanden haben.


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Auszeichnungen

Filmpreis "Métrange Obscure", internationales "Court Métrange" Filmfestival 2012, Frankreich

Nominiert für "Shocking Short Award 2012" 13th Street / NBC Universal

Prädikat "wertvoll" durch die deutsche Filmbewertungsstelle

 

Festivals
06.-16.10.2011 44.Sitges Film Festival, Spanien

23.-27.11.2011 Festival des deutschen Kinos Mainz

23.-27.11.2011 Paris international Fantastic Film Festival, Frankreich

30.11.-04.12.2011 Filmschau Baden-Württemberg

29.06.-07.07.2012 Filmfest München (13th Street Reihe)

14.07.-24.07.2012 Giffoni Film Festival, Italien

20.08.-25.08.2012 Internationales Filmfestival Odense, Dänemark

25.10.-28.10.2012 29.Court Métrange Film Festival, Frankreich

30.11.-08.12.2012 20.Filmfestival Contravision Berlin

24.04.-28.04.2013 Independent Days Filmfest Karlsruhe

 

Team

Regie: Achim Wendel

Produktion: Benjamin Huber

Co-Produktion: Achim Wendel

Drehbuch: André Köhl, Achim Wendel

Kamera: Marcus Stotz

Steadycam: Markus Kambeck

Kameraassistenz: Patricia Günther

Licht: Michael Kruppa, Eduardo Lopes, Hanna Lutz

Ton: Lars Heineken

Requisite: Peter Tillisch

Maske: Diana Thullner

Continuity: Hanna Emmerling

Standfotografie: Stephan Garcon

Catering: Hilde Huber

Schnitt: Achim Wendel

Visuelle Effekte: Peter Lames, Gerrit Hecht, Jan Jungbluth, Jonathan Gehrke, Heiko Thies, Christian Wunsch

Farbkorrektur: Leeminghay

Sounddesign: Dennis Kopacz

Musik: Jan Glembotzki

 

Darsteller

Ygal Gleim, Olaf Krätke, Klaus Bräuer, Frank Hilsamer

 

Pressestimme

"In die gespenstige und bedrohliche Atmosphäre einer hell erleuchteten riesigen Überwachungsanlage mit Wachtürmen und gleißendem Licht fährt ein Wagen auf den Kontrollposten vor. Ausweis zur Identitätskontrolle. Aussteigen und Überprüfung. Ist der Mann auf dem Bild auch wirklich der, den das Bild zeigt oder ein anderer? Verhöre. Wie ist zu beweisen, dass Max Mustermann auch Max Mustermann ist in einer absurden Welt? Das Gegenüber sieht ihm ähnlich, die anderen Wächter aber auch. In der Aktentasche sind nur leere Kopien. Der Kopf von Max Mustermann sollte auch leer sein, aber er hat Gedanken. Das kostet seinen Kopf.
In der Normgesellschaft ist die Individualität eine gefährliche zu vernichtende Waffe gegen das System, lautet die Botschaft. Mit der kleinsten Abweichung gehört man zum Müllhaufen der Geschichte.
Die experimentell angelegte Fiktion, gedreht in dem ehemaligen Grenzübergang Marienborn, erzeugt ihre Spannung durch eine konsequente stilistische Einheit von außen und innen durch Kamera und Lichtführung, in der die bedrohliche Situation noch durch die sterile Ausstattungsatmosphäre verstärkt wird. So entsteht ein dicht erzählter Kurzfilm mit rhythmisch montierten Einstellungen, der im Kopf weitergeht, nachdem der Film bereits beendet ist."

Deutsche Film- und Medienbewertung

 

Link zur Website

www.der-fall-max-mustermann.de

 

Weitere Links
Deutsche Filmbewertungsstelle: Pressetext zum Prädikat "wertvoll"

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